Vorschau | Kunstverein-Markdorf
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Grafik, Zeichnung, Malerei
RAIMUND WÄSCHLE
21.01. bis 04.03.2022

Raimund Wäschle wurde 1956 in Stuttgart geboren und wuchs als Sohn eines Kommunalpolitikers und einer Pianistin in Ravensburg auf. In den Jahren 1977 bis 1983 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei den Professoren Moritz Baumgartl und Rudolf Schoofs. Bereits 1980 wurde Wäschle der Preis der Deutschen Leasing AG „Grafik unserer Zeit“ (Frankfurt) sowie der Preis der Alpirsbacher Galerie verliehen. Im Jahr 1987 folgte der Oberschwäbische Kunstpreis der OEW Biberach. 2004 erhielt er den Preis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Er beteiligte sich an Gruppenausstellungen u. a. mit Romain Finke oder Barbara Ehrmann. Gruppen- wie auch Einzelpräsentationen fanden überwiegend im süddeutschen Raum statt. Bis zu seinem Tod im Jahr 2019 lebte Raimund Wäschle zuletzt in Waldburg.

Thematisch beschäftigte sich Raimund Wäschle insbesondere mit dem Menschen in Grenzsituationen. Tod, Bedrohung oder Gewalt sind daher wiederkehrende Themen in seinem Werk.
„Ich sehe es nicht als meine Aufgabe Leute zu unterhalten. Meine Botschaft ist eine andere.“ So äußerte sich der Künstler 2013 im Interview mit der Kunst-/Kulturvermittlerin und Kuratorin Tina Birke. Wäschle provozierte und forderte den Betrachtenden auf, sich mit den künstlerischen Arbeiten auseinanderzusetzen.

Bevorzugte Medien seines Schaffens waren die Zeichnung, die Malerei und vor allem die Radierung. Wesentlichen Einfluss hatte dabei der Stuttgarter Prof. Rudolf Schoofs, der ihn mit der Radierung vertraut machte. Dieser Technik blieb Wäschle letztlich sein Leben lang treu. Immer auf der Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten experimentierte er vielfach mit diesem aufwändigen Druckverfahren. So stellte er sich als Künstler wie auch die Betrachterinnen und Betrachter stets vor neue Herausforderungen.

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Mit freundlicher Unterstützung der